Anästhesie im OP

Während aller Anästhesien kümmern sich ein Anästhesist und eine Anästhesie-Pflegekraft kontinuierlich und individuell um Sie und Ihre Sicherheit.

Zu unserem Team im OP gehören 20 Ärztinnen und Ärzte sowie 13 Anästhesie-Pflegekräfte, die pro Jahr über 8.000 Anästhesieleistungen erbringen. Wir betreuen Patienten vor, während und nach Operationen oder diagnostisch-interventionellen Eingriffen in insgesamt neun OP-Sälen, im Kreißsaal und an weiteren Arbeitsplätzen in den Diagnostikabteilungen.

Im Kreiskrankenhaus ist immer mindestens ein Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin in der Klinik anwesend, sodass auch außerhalb der normalen Dienstzeiten eine kompetente anästhesiologische Betreuung gewährleistet ist – 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr.

Apparative Ausstattung

Die technische Ausstattung unserer Klinik ist sehr gut (Primus-Anästhesiegeräte der Firma Dräger, Intellivue®-Monitoring der Firma Phillips) und trägt damit zur von uns angestrebten maximalen Sicherheit bei.

Die Patientenüberwachung ist bereits bei kleineren Eingriffen umfassend (kontinuierliche EKG-Ableitung, Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes, nicht-invasive Blutdruckmessung). Bei Allgemeinanästhesien werden ferner kontinuierlich die Konzentration des eingeatmeten Sauerstoffs, des ausgeatmeten Kohlendioxids und der Inhalationsanästhetika sowie eine Reihe von weiteren Lungenfunktionsdaten gemessen. Durch die intraoperative nicht-invasive Ableitung von Hirnströmen (EEG, BIS) können wir die Narkosetiefe überwachen und somit eine intraoperative Wachheit ausschließen. Das Auskühlen des Patienten während der Operation verhindern wir durch moderne Geräte zur Wärmeerhaltung (Warmtouch®, Hotline®-Infusionssystem).

Bei großen Operationen und/oder sehr kranken Patienten ist es an allen Arbeitsplätzen möglich, eine erweiterte Überwachung (z. B. invasive Blutdruckmessung, Herz-Kreislaufüberwachung mittels PiCCO®-Monitoring oder intraoperativer Herzultraschallüberwachung) durchzuführen. Wie auf der Intensivstation können wir auch im OP erweiterte Therapiemaßnahmen anwenden.

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Nachdem die Medikamente zur Narkoseeinleitung über eine Infusionskanüle injiziert wurden, schläft der Patient rasch ein. Sobald die Narkose eingeleitet ist, wird eine Beatmung mit Maske, Kehlkopfmaske oder Tubus durchgeführt. An allen Narkosearbeitsplätzen verwenden wir moderne Inhalationsanästhetika, zudem kann überall eine totale intravenöse Anästhesie (d. h. nur über die Vene) mittels neuester Computertechnologie durchgeführt werden. So stimmen wir die Vollnarkose individuell auf die Bedürfnisse des Patienten ab. Am Ende der Operation können wir aufgrund der guten Steuerbarkeit der von uns verwendeten Medikamente die Narkose in der Regel innerhalb weniger Minuten beenden und den Patienten an unser Team im Aufwachraum übergeben.

Regionalanästhesie

Bei allen Operationen, bei denen es möglich ist, bieten wir eine Regionalanästhesie an. Dabei wird nur der zu operierende Körperteil betäubt. Dies erreichen wir durch Injektion eines Lokalanästhetikums über einen feinen Katheter, den wir in der Nähe der betreffenden Nerven (sogenannte Plexusanästhesie eines Armes/Beines) oder des Rückenmarks (Peridural- oder Spinalanästhesie) platzieren. Über diesen „Schmerzkatheter“ kann auch nach der Operation eine sehr effektive Behandlung im Rahmen der Akutschmerztherapie erfolgen. Bei einer Regionalanästhesie kann der Patient während der Operation entweder komplett wach bleiben und z. B. Musik hören oder auf Wunsch mit einem leichten Schlafmittel schlafen.

Bei bestimmten Eingriffen, z. B. größeren Operationen im Bauch- und Brustkorbbereich oder beim Einsetzen von Knie- oder Schulterprothesen führen wir regelmäßig Kombinationen aus Allgemein- und Regionalanästhesieverfahren durch, um die Vorteile beider Verfahren nutzen zu können.

Kontakt

Sekretariat

Telefon: 0 24 43 / 17 10 14

Telefax: 0 24 43 / 17 13 13

E-Mail an die Klinik