Auf dem Weg zum Babyfreundlichen Krankenhaus

Das Krankenhaus Mechernich hat sich auf den Weg zum Zertifikat „Babyfreundliches Krankenhaus“ gemacht und diesen 2016 erfolgreich gemeistert. Mit Erlangen des internationalen Qualitätssiegels für Geburts- und Kinderkliniken nach WHO-Standard zählt das Krankenhaus Mechernich seitdem zu insgesamt vier Kliniken deutschlandweit, die das Doppel-Zertifikat mit dem Prädikat "Babyfreundlich" erhalten haben.

Babyfreundliche Krankenhäuser stimmen ihre Arbeitsabläufe so ab, dass Mutter und Kind einen optimalen Start ins Leben genießen können. Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern und Kinderkrankenschwestern begleiten sie gemeinsam durch die ersten Tage nach der Geburt.

Der Babyfreundliche Weg – Zehn Schritte

  1. Wir haben schriftliche Grundlagen für unsere geburtshilfliche Arbeit entwickelt. Sie beruhen auf den „Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Geburtsklinik zur Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien“. Diese werden mit allen MitarbeiterInnen regelmäßig besprochen.
  2. Alle MitarbeiterInnen werden so geschult, dass sie über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Umsetzung der B.E.St.®-Richtlinien verfügen.
  3. Alle schwangeren Frauen werden bei uns über die Bedeutung und die Praxis der Bindungs- und Entwicklungsförderung unter Einbeziehung des Stillens informiert.
  4. Wir ermöglichen den Müttern unmittelbar ab Geburt ununterbrochenen Hautkontakt mit ihrem Baby zu haben, mindestens eine Stunde lang oder bis das Baby das erste Mal gestillt wurde.
  5. Den Müttern wird korrektes Anlegen gezeigt und ihnen erklärt, wie sie ihre Milchproduktion aufrechterhalten können, auch im Falle einer Trennung von ihrem Kind.
  6. Wenn es keine medizinische Indikation gibt, wird den Neugeborenen weder Flüssigkeiten noch sonstige Nahrung zusätzlich zur Muttermilch gegeben, um den Aufbau des Stillprozesses nicht zu stören.
  7. Wir praktizieren 24-Stunden-Rooming-In – Mutter und Kind bleiben Tag und Nacht zusammen.
  8. Es gibt keine zeitlichen Regeln: Wir ermuntern die Mütter zum Stillen/Füttern nach Bedarf.
  9. Den gestillten Kindern werden keine künstlichen Sauger gegeben, da sonst eine Saugverwirrung beim Säugling entstehen kann.
  10. Wir informieren über unsere Stillgruppen und sonstigen Angebote in der Geburtshilfe. Unsere Stillbroschüre kann Fragen beantworten oder wir stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

 

Bindung

Die Förderung der Eltern-Kind-Bindung ist ein zentraler Punkt der Initiative. Hierzu gehört beispielsweise, Müttern unmittelbar nach der Geburt ununterbrochen und ungestört Hautkontakt mit ihrem Baby zu ermöglichen – mindestens eine Stunde lang oder bis zum ersten Stillen.

Das Kind soll die Brust dabei möglichst alleine finden, bei Bedarf wird der Mutter beim Anlegen geholfen. Die üblichen Routineuntersuchungen nach der Geburt werden möglichst erst im Anschluss durchgeführt.

Auch nach einem Kaiserschnitt in Vollnarkose erhält die Mütter, sobald sie dazu in der Lage ist, die Möglichkeit zum Hautkontakt. Vorher ist das Baby Haut an Haut beim Vater oder der Bezugsperson am besten aufgehoben. 

Ein weiteres Kriterium ist das sogenannte 24-Stunden-Rooming-In. Dies bedeutet, dass Mutter und Kind nach der Geburt rund um die Uhr zusammenbleiben. Wir erklären den Müttern, wie sie sich mit ihrem Baby ausruhen und mit ihm gemeinsam schlafen können.

Entwicklung

Eltern mit einem gelungenen Bindungsaufbau sind gemäß der Grundsatzerklärung zum Babyfreundlichen Krankenhaus besser in der Lage, die Bedürfnisse ihres Kindes zu erfüllen sowie seine körperliche, geistige und soziale Entwicklung optimal zu unterstützen. Wir fördern daher mit dem sogenannten „Bonding“ die frühe, stabile Beziehung von Neugeborenem und Mutter bzw. Eltern.

Stillen

Muttermilch ist ein echtes Wunderwerk der Natur. Sie ist vollgepackt mit bioaktiven Stoffen und damit die optimale Ernährung für Säuglinge. Im Krankenhaus Mechernich werden Mütter daher umfangreich zum Thema Stillen informiert, dazu ermuntert und unterstützt.

Die Stillförderung ist auch für die zukünftige Babyfreundliche Kinderklinik ein zentrales Thema. Bei sehr kleinen oder kranken saugschwachen Neugeborenen wird mit speziellen Techniken auch schwachen Babys das Trinken an der Brust ermöglicht.

Info-Material

Download Broschüre Elternschule

Kontakt

Ida Fuchs-Heinen
Sekretariat


Telefon: 0 24 43 / 17 14 01
Telefax: 0 24 43 / 17 14 03

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