Umfassende Diagnostik und individuelle Therapie

Zur optimalen Therapie der Inkontinenz ist eine möglichst frühzeitige und detaillierte Diagnostik wichtig. Die Inkontinenz kann vielerlei Ursachen haben, denen wir genau auf den Grund gehen und darauf basierend wir einen individuellen Behandlungsplan für unsere Patientinnen und Patienten aufstellen – mit konservativer oder operativer Versorgung.

Auch vorhandene Sexualstörungen werden im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Mechernich diagnostiziert und behandelt.

Egal durch welche Klinik bzw. Sprechstunde ein Patient zu uns kommt, er wird gemeinsam behandelt – so, wie es ihm entspricht. Von der Harninkontinenz sind beispielsweise viele Frauen betroffen, hier arbeiten die Klinik für Urologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe und je nach Alter der Patientin weitere Kollegen aus der Pädiatrie oder Geriatrie zusammen. Bei der Stuhlinkontinenz kommt vor allem die Chirurgie mit ins Spiel.  

Leistungsspektrum:

  • Ansprechpartner für Patienten mit Harn- und Stuhlinkontinenz in allen Altersgruppen
  • Beratung, Diagnostik und Therapie aller Formen der Harn- und Stuhlinkontinenz sowie der Erkrankungen des Beckenbodens
  • enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit der Kliniken im Rahmen der Diagnostik und Therapie
  • spezifische Therapieformen, u. a. vaginale sowie intravesicale Elektrostimulation, Biofeedback-Training, Therapie der Potenzstörung, sacrale Nervenblockade bei Harn- und Stuhlinkontinenz, intravesicale Injektion von Botolinumtoxin
  • operative Harn- und Stuhlinkontinenzchirurgie, Schließmuskelersatz
  • Korrektur des Darm- und Vaginalvorfalles sowie Stabilisierung des Beckenbodens durch Kunststoffnetze
  • Kooperation mit Rehabilitationskliniken
  • Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen

Inkontinenz bei Frauen – Stressinkontinenz

Die so genannte Stressinkontinenz ist mit 35 bis 45 Prozent die am häufigsten auftretende Form bei Frauen. Bei Erhöhung des Drucks in der Harnblase, beispielsweise durch Husten, Niesen, Laufen oder Treppensteigen, kommt es zu einer Störung im Bereich des Harnröhrenverschlusses.

Auch in der Schwangerschaft kann es durch das zunehmende Gewicht des Kindes zu einer Dehnung und Schwächung der Beckenbodenmuskulatur kommen, so dass dies bei rund 50 Prozent aller Frauen zu einer Stressinkontinenz führt. Zudem kann die Absenkung von Organen im Beckenbereich und die Schädigung des Bandapparates  eine Stressinkontinenz auslösen. In der Regel bessert sich der Zustand nach der Geburt – auch durch eine entsprechende Rückbildungsgymnastik. Nur bei sechs Prozent aller Frauen bleibt die Inkontinenz auch weiterhin bestehen und sollte therapiert werden.

Bei der operativen Versorgung der Stressinkontinenz bietet sich neben einer Anhebung und Straffung des Scheidengewölbes auch unter anderem die Bandeinlage zur Anhebung der Harnröhre (sogenanntes Tensionfree vaginal tape – TVT) an.

Inkontinenz bei Kindern

Im Kindesalter treten Harn- und Stuhlinkontinenz häufig als Symptome von Fehlbildungen auf, die meist geheilt werden können. Die Klinik für Urologie hat sich auf kindliche Erkrankungen und angeborene Miss- und Fehlbildungen der Harn- und Geschlechtsorgane spezialisiert. Die Kinder werden in Mechernich interdisziplinär behandelt und während des stationären Aufenthalts auf den Stationen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin betreut.

Kontakt

Klinik für Urologie

Sekretariat
Bärbel Franzen

Telefon: 0 24 43 / 17 15 01
Telefon: 0 24 43 / 17 15 02
Telefax: 0 24 43 / 17 15 10

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