Hygiene im Krankenhaus Mechernich

Die Patienten unserer Kliniken sollen eine sichere Behandlung erfahren und vor Krankenhausinfektionen geschützt werden. Aus diesem Grund ist im Krankenhaus Mechernich eine eigene Abteilung für Hygiene eingerichtet. Diese ist für die Aufstellung, Fortschreibung und Kontrolle von Hygieneregeln zur Verhinderung von Krankenhausinfektionen verantwortlich.
Unter der Leitung des hygienebeauftragten Arztes Dr. Michael Gehlen, setzen dabei speziell geschulte Hygienefachkräfte die nationalen Hygienerichtlinien (RKI-Richtlinien) um, damit die Infektionsraten weiter kontinuierlich reduziert werden.

Als Grundlage der krankenhaushygienischen Überwachung werden in unserem Haus verschiedene sogenannte Surveillance-Systeme nosokomialer Infektionen (gr. Nosos – Krankheit, Nosokomeion – Krankenhaus) etabliert. „Surveillance“ bezeichnet die Registrierung der Infektionen sowie die nachfolgende Analyse zu Häufigkeit, Verteilung und Risikofaktoren. Dies geschieht sowohl bei Infektionen im Krankenhaus wie auch in externen medizinischen Einrichtungen. Die erfassten Raten von Wundinfektionen oder Infektionen mit multiresistenten Erregern wie MRSA (multi-resistenter Staphylococcus aureus) oder ESBL (extended Spectrum ß-Lactamasen) werden zu diesem Zweck regelmäßig mit Referenzwerten verglichen. Unterstützt werden wir bei der Auswertung vom „Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit“ der Universität Bonn.

Zur Erhöhung der Patientensicherheit werden alle neu aufgenommenen Patienten auf MRSA untersucht.

Hygiene-Zertifikat


Das Krankenhaus Mechernich hat im Oktober 2013 das Gold-Zertifikat der „AKTION Saubere Hände“ verliehen bekommen.
 

In Nordrhein-Westfalen haben bisher nur 10 weitere Kliniken diese Auszeichnung erhalten. Ziel ist es, mit dem Zertifikat die Teilnahme und die Qualität der Umsetzung, sowie das Niveau der erreichten Veränderungen abzubilden. Die "AKTION Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance Nosokomialer Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (GQMG) ins Leben gerufen. Die Kampagne basiert auf der 2005 gestarteten WHO Kampagne zur Patientensicherheit: "Clean Care is Safer Care". Im Mittelpunkt steht das WHO Modell „My 5 Moments of Hand Hygiene“.

Voraussetzung für das Zertifikat im GOLD sind neben Schulungen zur Händehygiene, die Compliance-Messungen.
Im Krankenhaus sind fast alle Pflegekräfte und viele Ärzte in diesem Bereich geschult worden. Wir konnten unsere Verbrauchsdaten der Händedesinfektionsmittel deutlich steigern.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Ausstattung mit Desinfektionsmittelspender in den patientennahen Bereichen: auch hier konnte erheblich nachgebessert werden. Die Hygienefachkräfte führen die Compliance Messungen in allen Bereichen durch. Die Ergebnisse werden zeitnah in den Abteilungen besprochen und analysiert. Das Gold Zertifikat dokumentiert hier besonders deutlich die gute Entwicklung der letzten Jahre. Highlight des Jahres ist der mittlerweile als fester Bestandteil geltende AKTIONSTAG. An diesem Tag dreht sich Alles für Mitarbeiter und Patienten, sowie deren Angehörigen um das Thema. Flankiert wird der Tag durch ein attraktives Gewinnspiel. Zu kurz kommen auch nicht die Sinne, denn die Organisatoren backen für diesen Anlass frische Waffeln. Das Zertifikat ist ein Zeichen für die gute Umsetzung der Händehygiene durch unsere Mitarbeiter. Besonders in Zeiten von zunehmenden Antibiotika resistenten Keimen ist eine korrekt durchgeführte Händedesinfektion nach wie vor die beste Prävention von nosokomialen Infektionen.

Weitere Informationen finden sie auch unter www.aktion-sauberehaende.de

Hygiene-Visiten


Neben den mikrobiologischen Untersuchungen sind Hygienevisiten ein weiterer Bestandteil der Präventionsarbeit. Dazu zählen:

  • unregelmäßige Begehungen durch die Hygienefachkraft, ggf. mit dem hygienebeauftragten Arzt und dem beratenden Krankenhaushygieniker
  • jährliche Begehung durch das Gesundheitsamt

Hygiene-Schulungen


Zusätzlich zu dezentralen Schulungen findet einmal jährlich eine interne Fortbildungsveranstaltung statt, die hygienerelevante Themen behandelt:

  • Handhygiene
  • Hygienemaßnahmen bei

    • Injektionen, Infusionen und Punktionen
    • Anlage von Harnblasenkathetern
    • der postoperativen Wundversorgung
    • Narkose und Beatmungstherapie
    • Infektionskrankheiten und Auftreten spezieller Erreger

  • Aufbereitung von Medizinprodukten
  • Flächendesinfektion und -reinigung
  • Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Verstorbenen

Hygiene-Kommission


Zur Sicherung der hohen Hygienestandards im Krankenhaus wurde eine Hygienekommission eingerichtet, die dreimal jährlich tagt und sich u. a. aus dem Ärztlichen Direktor, dem Geschäftsführer, der Pflegedienstleitung und den Hygienebeauftragten zusammensetzt. Zu ihren Aufgaben zählt z. B. die Aufstellung, Überwachung und Einhaltung des Hygieneplans sowie die Ausarbeitung des Ausbruchsmanagements.

Bei Fragen zur Hygiene stehen Ihnen unsere Spezialisten gerne zur Verfügung:

Dr. Michael Gehlen
Chefarzt der Akutgeriatrie
Hygienebeauftragter Arzt
Telefon: 0 24 43 / 17 65 32

Anders Knutsen
Chefarzt der Klinik für Orthopädie
stellv. Hygienebeauftragter Arzt
Telefon: 0 24 43 / 17 65 12

Claus Dümmer
Fachkrankenpfleger für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene
Telefon: 0 24 43 / 17 64 60
E-Mail an Claus Dümmer

Sabrina Bredl
Hygienefachkraft
Telefon: 0 24 43 / 17 64 62
E-Mail an Sabrina Bredl

Kontakt

Dr. med. Michael Gehlen

Dr. Michael Gehlen 
Chefarzt Akutgeriatrie

Anders Knutsen
Chefarzt der Klinik für Orthopädie

Claus Dümmer

Claus Dümmer
Fachkrankenpfleger für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene

Sabrina Bredl

Sabrina Bredl
Hygienefachkraft