• Dr. med. Klaus Morgenschweis

    Funktionsoberarzt und Transfusionsverantwortlicher
    Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie
    Krankenhaus Mechernich

Kontakt

Krankenhaus Mechernich
Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie
St. Elisabeth-Straße 2–6
53894 Mechernich

Sekretariat: Nathalie Pohl-Possmann
Telefon: 0 24 43 / 17-10 14
Telefax: 0 24 43 / 17-13 13

E-Mail an die Klinik

Sprechzeiten und Terminvereinbarung

Anästhesie-Sprechstunde Mo.–Fr. 10.00 Uhr–14.00 Uhr
Schmerzambulanz Termin nach Vereinbarung unter Telefon 0 24 43 / 17-10 14
Anästhesie-Ambulanz Telefon: 0 24 43 / 17-13 16
Eigenblutspende Termin nach Vereinbarung über die operative Abteilung täglich ab 10.30 Uhr
PDA-Sprechstunde Mo.–Fr. 10.00–14.00 Uhr (ohne Voranmeldung)

Vita

1987-1995 Studium der Humanmedizin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
1997 Approbation als Arzt
1995–1999 Assistenzarzt, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Hämostaseologie und Transfusionsmedizin)
1999–heute Ärztliche und fachärztliche Tätigkeit, Hämostaseologische und immunhämatologische Konsiliartätigkeit, Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH
1999–heute Transfusionsverantwortlicher, Vorsitzender der Transfusionskommission, Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH
2008–heute Teil-Niederlassung als Facharzt für Transfusionsmedizin – Hämostaseologie – MVZ Bonn
2014–heute Funktionsoberarzt und zusätzlich Transfusionsverantwortlicher, Krankenhaus Schleiden

Anerkennungen und Qualifikationen

2000 Fachkunde Strahlenschutz, Ärztekammer Nordrhein
2001 Facharzt Transfusionsmedizin
2004 Facharzt Anästhesiologie
2006 Fachkunde Rettungsdienst, Ärztekammer Nordrhein
2006 Zusatzbezeichnung Hämostaseologie

Fachgebiet

  • Anästhesiologie / Voruntersuchung
  • Anästhesiologie / Anästhesie im OP
  • Anästhesiologie / Aufwachraum
  • Anästhesiologie / Akutschmerztherapie
  • Anästhesiologie / Transfusionsmedizin
  • Krankenhaus Mechernich / Anästhesiologie

Anästhesiologie / Voruntersuchung

Für eine optimale Anästhesie ist die Kenntnis aller Vor- und Begleiterkrankungen erforderlich, die einen Einfluss auf die Wahl oder die Durchführung des Anästhesieverfahrens haben können. Vor einer geplanten Operation ist es daher notwendig, dass Sie von einem Arzt unserer Kliniken untersucht werden. Bei dieser Anästhesie-Voruntersuchung wird nach Ihrer Krankengeschichte gefragt und eine körperliche Befunderhebung durchgeführt. Nach der Untersuchung bespricht der Anästhesist mit Ihnen, welches Anästhesieverfahren für Sie geeignet ist. Neben der klassischen „Vollnarkose“ sind je nach Art der Operation auch andere Betäubungsverfahren wie z. B. Regionalanästhesie oder Kombinationen aus Allgemein- und Regionalverfahren möglich. 

Zudem wird mit Ihnen darüber gesprochen, ob und welche weiteren Maßnahmen während der Operation vom Anästhesisten durchgeführt werden müssen. So ist es beispielsweise bei bestimmten Eingriffen sinnvoll, zu Ihrer Sicherheit spezielle Überwachungsmaßnahmen anzuwenden. 

Bei der Anästhesie-Voruntersuchung erfahren Sie auch, bis wann Sie vor der Operation essen und trinken dürfen und welche Medikamente Sie am Vorabend und am Morgen der Operation einnehmen sollten. 

Gut zu wissen

Bringen Sie bitte ggf. vorhandene Befunde von Ihrem Hausarzt oder persönliche medizinische Unterlagen (z. B. Allergiepass) sowie eine Aufstellung der von Ihnen eingenommenen Medikamente zur Anästhesie-Voruntersuchung mit. 

In der Regel findet die anästhesiologische Voruntersuchung in den Räumlichkeiten der Anästhesieambulanz (gegenüber der Intensivstation) statt. Sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sein bei uns zu erscheinen, kommen wir zu Ihnen auf die Station. Kinder und Jugendliche sowie betreute Personen sollten in Begleitung ihrer Eltern bzw. gesetzlichen Vertreter zur Anästhesie-Voruntersuchung kommen. 

Kontakt Krankenhaus Mechernich:

Sekretariat
Telefon: 0 24 43 / 17-10 14
Telefax: 0 24 43 / 17-13 13

Kontakt Krankenhaus Schleiden:

Prämedikationsambulanz, Frau Sons
Telefon: 0 24 45 / 87-301
Telefax: 0 24 45 / 87-138

Zimmer E.055 (Erdgeschoss), vom Haupteingang aus 3. Flur links 
Montag bis Freitag 9.00 Uhr–11.00 Uhr

Anästhesiologie / Anästhesie im OP

Ein Anästhesist und eine Anästhesie-Pflegekraft sind kontinuierlich an Ihrer Seite und kümmern sich individuell um Ihre Sicherheit. 

Wir betreuen Patienten vor, während und nach Operationen oder diagnostisch-interventionellen Eingriffen im OP-Saal, im Kreißsaal und an weiteren Arbeitsplätzen in den Diagnostikabteilungen. 

Mindestens ein Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin ist immer anwesend, sodass auch außerhalb der normalen Dienstzeiten eine kompetente anästhesiologische Betreuung gewährleistet ist – 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr.

Apparative Ausstattung

Die Patientenüberwachung ist bereits bei kleineren Eingriffen umfassend (kontinuierliche EKG-Ableitung, Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes, nicht-invasive Blutdruckmessung). Bei Allgemeinanästhesien messen wir kontinuierlich die Konzentration des eingeatmeten Sauerstoffs, des ausgeatmeten Kohlendioxids und der Inhalationsanästhetika sowie eine Reihe von weiteren Lungenfunktionsdaten. Durch die intraoperative nicht-invasive Ableitung von Hirnströmen (EEG, BIS) können wir die Narkosetiefe überwachen und somit eine intraoperative Wachheit ausschließen. Das Auskühlen des Patienten während der Operation verhindern wir durch moderne Geräte zur Wärmeerhaltung (Warmtouch®, Hotline®-Infusionssystem). 

Bei großen Operationen und/oder sehr kranken Patienten ist es an allen Arbeitsplätzen möglich, eine erweiterte Überwachung (z. B. invasive Blutdruckmessung, Herz-Kreislaufüberwachung mittels PiCCO®-Monitoring oder intraoperativer Herzultraschallüberwachung) durchzuführen. Wie auf der Intensivstation können wir auch im OP erweiterte Therapiemaßnahmen anwenden.

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Nachdem die Medikamente zur Narkoseeinleitung über eine Infusionskanüle injiziert wurden, schläft der Patient rasch ein. Sobald die Narkose eingeleitet ist, wird eine Beatmung mit Maske, Kehlkopfmaske oder Tubus durchgeführt. An allen Narkosearbeitsplätzen verwenden wir moderne Inhalationsanästhetika, zudem kann überall eine totale intravenöse Anästhesie (d. h. nur über die Vene) mittels neuester Computertechnologie durchgeführt werden. So stimmen wir die Vollnarkose individuell auf die Bedürfnisse unserer Patienten ab. Am Ende der Operation können wir aufgrund der guten Steuerbarkeit der von uns verwendeten Medikamente die Narkose in der Regel innerhalb weniger Minuten beenden und den Patienten an unser Team im Aufwachraum übergeben.

Regionalanästhesie

Bei allen Operationen, bei denen es möglich ist, bieten wir eine Regionalanästhesie an. Dabei wird nur der zu operierende Körperteil betäubt. Dies erreichen wir durch Injektion eines Lokalanästhetikums über einen feinen Katheter, den wir in der Nähe der betreffenden Nerven (sogenannte Plexusanästhesie eines Armes/Beines) oder des Rückenmarks (Peridural- oder Spinalanästhesie) platzieren. Über diesen „Schmerzkatheter“ kann auch nach der Operation eine sehr effektive Behandlung im Rahmen der Akutschmerztherapie erfolgen. Bei einer Regionalanästhesie kann der Patient während der Operation entweder komplett wach bleiben und z. B. Musik hören oder auf Wunsch mit einem leichten Schlafmittel schlafen. 

Bei bestimmten Eingriffen, z. B. größeren Operationen im Bauch- und Brustkorbbereich oder beim Einsetzen von Knie- oder Schulterprothesen führen wir regelmäßig Kombinationen aus Allgemein- und Regionalanästhesieverfahren durch, um die Vorteile beider Verfahren nutzen zu können.

Anästhesiologie / Aufwachraum

Nach dem Ende der Operation betreuen Sie speziell ausgebildete Anästhesie-Pflegekräfte in unseren Aufwachräumen. Zudem ist ein Facharzt der Klinik für Anästhesiologie vor Ort. Die Aufwachräume unserer Krankenhäuser haben mehrere Plätze, an denen die Überwachung nach der OP kontinuierlich fortgeführt wird.   

Nach Kindernarkosen im Krankenhaus Mechernich ermöglichen wir den Eltern gerne die Anwesenheit im Aufwachraum.   

Im Bedarfsfall können wir bereits im Aufwachraum an jedem Bettplatz erweiterte diagnostische und therapeutische Maßnahmen bis hin zur maschinellen Beatmung ähnlich wie auf der Intensivstation durchführen.   

Erste einsetzende Schmerzen behandlen wir durch intravenöse Medikamente oder Nutzung der zur OP angelegten Schmerzkatheter und leiten ggf. die weitere Betreuung im Rahmen der Akutschmerztherapie ein. Bei subjektivem Wohlbefinden und zuverlässiger Stabilität aller wichtigen Organfunktionen werden Sie in der Regel nach etwa zwei Stunden und nochmaliger Untersuchung durch den Anästhesisten auf Ihre gewohnte Station zurückverlegt. Nach größeren Operationen oder bei Risikopatienten kann auch die Übernahme auf die Intensivstation notwendig sein.

Anästhesiologie / Akutschmerztherapie

Patienten mit chronischen Schmerzen, die sich zu einer eigenen Krankheit entwickelt haben, behandeln wir in unseren Schmerzambulanzen.

Nach Operationen und Verletzungen

Bei Anwendung moderner schmerztherapeutischer Methoden können die meisten Patienten selbst nach großen operativen Eingriffen bereits am Abend des OP-Tages oder spätestens am ersten Tag nach der Operation aus dem Bett mobilisiert werden. Im Falle großer Eingriffe am Darm können Sie dann bereits essen und trinken. Nach größeren Eingriffen werden unsere stationären Patienten durch den Akutschmerzdienst mitbetreut. Durch diesen ist es möglich, spezielle Schmerztherapieverfahren auch auf den Bettenstationen anzuwenden. 

Anästhesie im Kreißsaal

Viele schwangere Frauen wünschen sich Schmerzlinderung unter der Geburt. Im Kreißsaal im Krankenhaus Mechernich können wir zu jeder Zeit eine Periduralanästhesie (PDA) durchführen. Die PDA wird dabei so dosiert, dass die Gebärende in der Regel eine gute Linderung der Wehen spürt, ohne in der Beweglichkeit und Kraft der Bauch- und Beinmuskulatur eingeschränkt zu sein. Somit ist es der werdenden Mutter meistens auch nach der Anlage der PDA möglich umherzulaufen und die gewünschte Gebärposition einzunehmen. 

Zur Planung der Schmerzlinderung unter der Geburt ist es sinnvoll, sich einige Wochen vor dem Geburtstermin in der Anästhesieambulanz beraten zu lassen. Während dieses Gesprächs wird gleichzeitig die anästhesiologische Voruntersuchung durchgeführt. 

Sollte während der natürlichen Geburt oder von vornherein geplant ein Kaiserschnitt notwendig werden, kann dieser häufig ebenfalls unter Teilnarkose durchgeführt werden. Seltene Ausnahmen hiervon sind Kaiserschnitt-Entbindungen, die aufgrund eines Notfalls unter der Geburt sehr rasch durchgeführt werden müssen. Hier kann es notwendig sein, aufgrund des Zeitdrucks eine Vollnarkose durchzuführen.

Anästhesiologie / Transfusionsmedizin

Die Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie im Krankenhaus Mechernich sowie die Klinik für Anästhesiologie im Krankenhaus Schleiden sind verantwortlich für das perioperative Bluttransfusionswesen und die Durchführung fremdblutsparender Verfahren. Kommt es durch einen Unfall oder während einer Operation zu einem Blutverlust werden zur Kompensation zunächst künstliche Infusionslösungen eingesetzt. Bei größeren Blutverlusten müssen jedoch rote Blutkörperchen, ggf. auch Blutgerinnungsfaktoren und Blutplättchen ersetzt werden. Dies geschieht bei nicht planbaren Operationen durch Blutkonserven und Plasmaprodukte, die wir von den großen Blutspendediensten beziehen. Trotz der heute sehr geringen Risiken, die mit einer Fremdbluttransfusion verbunden sind, bieten wir als fremdblutsparende Methoden die Eigenblutspende und die maschinelle Autotransfusion an. Damit können wir häufig eine Fremdblutgabe vermeiden oder zumindest die Anzahl der zu transfundierenden Fremdblutkonserven verringern.

Eigenblutspende

Die Eigenblutspende ist im Krankenhaus Mechernich durchführbar. Sie ist vor planbaren Operationen mit einem erfahrungsgemäß hohen Blutverlust (z. B. bestimmte orthopädische Operationen) möglich. Dabei wird dem Patienten an zwei Spendetagen (in der Regel im Abstand von einer Woche) jeweils ein halber Liter Blut entnommen und durch eine künstliche Infusionslösung ersetzt. Die so gewonnene Eigenblutkonserve wird mit einer speziellen Nährlösung versetzt und ist so 28 Tage lagerfähig. Eigenblutkonserven dürfen nur für den Spender und nicht für andere Patienten verwendet werden. Unser Eigenblutspenderaum befindet sich neben der Anästhesie-Ambulanz gegenüber der Intensivstation. Die Spendetermine der Eigenblutentnahme werden so geplant, dass die erste Abnahme etwa sechs Wochen vor dem operativen Eingriff erfolgt. Eine Eigenblutspende sollte nicht durchgeführt werden, wenn bestimmte Erkrankungen wie Blutarmut, schwere Erkrankungen des Herzens oder der Lunge und akute Infektionen bestehen.

Maschinelle Autotransfusion

Bei der maschinellen Autotransfusion wird das während der Operation abgesaugte Wundblut mit einem sogenannten „cell saver“ gesammelt, mit steriler heparinisierter (Heparin ist ein Medikament zur Gerinnungshemmung) Kochsalzlösung vermischt, ungerinnbar gemacht und „gewaschen“. Durch Zentrifugation werden die roten Blutkörperchen abgetrennt und können schließlich dem Patienten wieder transfundiert werden. Dieses Verfahren findet vor allem Verwendung bei großen orthopädischen, unfallchirurgischen und gefäßchirurgischen Operationen, aber auch bei Notfalloperationen, bei denen es zu großen Blutverlusten kommen kann. Dagegen kann das Verfahren nicht bei Darmoperationen oder bei Operationen in infizierten oder mit Tumoren befallenen Geweben durchgeführt werden. 

Wir beraten Sie gerne, wenn Sie im Vorfeld von Operationen Fragen haben. Natürlich stehen wir Ihnen auch gerne zur Verfügung, wenn Sie aus religiösen Gründen Bluttransfusionen ablehnen und Beratung wünschen.

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