• Umbau der Zentralen Notaufnahme

Alles neu macht der Mai – Die modernisierte Zentrale Notaufnahme (ZNA) geht zum 1.5.2021 in Betrieb

Seit Anfang Januar dominieren die Baugeräusche in den Räumen der Zentralen Notaufnahme (ZNA) im Krankenhaus Mechernich. Statt Notfallpatienten sind Handwerker in dem abgesperrten Trakt anzutreffen, der voraussichtlich zum 1. Mai 2021 wieder für den Krankenhausbetrieb geöffnet wird. Bis dahin ist die Zentrale Notaufnahme provisorisch im 2. OG auf der Station der Unfallchirurgie eingerichtet. 

Anpassung an gesetzliche Anforderungen

Erst 2018 wurde die Notaufnahme im 1. OG in Betrieb genommen und war seither für internistische und unfallchirurgische Notfallpatienten sowie den Rettungsdienst erste Anlaufstelle im Notfall. Warum also jetzt der erneute Umbau? „Der gemeinsame Bundesausschuss hat klare Vorgaben für die Notfallversorgung in Krankenhäusern gemacht. Diese müssen und werden wir ab dem 1. Mai 2021 vollständig erfüllen. Hierzu zählen u. a. das Vorhalten einer 24/7 zentralen Notfallversorgung sowie einer Beobachtungsstation mit sechs Betten, die der ZNA zugeordnet ist. Ein weiterer Vorteil ist die zukünftige Trennung von Notfall- und Elektivpatienten,“ erklärt Geschäftsführer Martin Milde. Mit einem Kostenvolumen von ca. 370.000 Euro wird der notwendige Umbau realisiert und weitere ca. 100.000 Euro fließen als Investition in die erweiterte technische Ausstattung.

Neues Raumkonzept und verbesserte Arbeitsprozesse

Auf insgesamt 450 qm entsteht eine multifunktionale Fläche, auf der die Zentrale Notaufnahme ihrem Namen zukünftig mehr als gerecht werden soll. Notfallpatienten aller Fachdisziplinen (ausgenommen Kinder und Schwangere) gelangen dann über die Aufnahme in den Wartebereich und werden innerhalb von 10 Minuten triagiert. Unterstützend wird hierzu die neue „epias ED Notaufnahmesoftware“ eingeführt. Den Hauptbereich werden fünf Aufnahmeplätze in einem offenem Raumkonzept bilden, die über einen zentralen Stützpunkt überwacht werden. „Das neue Raumkonzept wird nicht nur den gesetzlichen Anforderungen gerecht, sondern vereinfacht gleichzeitig auch unsere Arbeitsprozesse. Durch den modularen Aufbau der Behandlungsplätze arbeiten wir zudem wesentlich flexibler, die Wege sind kürzer und die Lagerhaltung reduziert sich. Ein großer Teil unseres Arbeitsmaterials wird z. B. in Rollcontainern bereitstehen, die wir je nach Bedarf verschieben können. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung wird es auch eine technische Anbindung an den Rettungsdienst geben. So können wir uns beispielsweise auf eintreffende Notfälle vorbereiten und diese frühzeitig einplanen,“ erklärt Dr. Marcus Münch, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme. Für Patienten ergeben sich vor allem zwei Vorteile: es ist immer ein Ansprechpartner vor Ort und die Wartezeiten reduzieren sich, was letztlich auch die Zufriedenheit erhöht.

Mit Fertigstellung der neuen Zentralen Notaufnahme wird es dort – anders als bisher – keine Bereitschaftszimmer mehr geben. Das schafft Kapazitäten für weitere essenzielle Einheiten, wie ein Isolierzimmer, einen aseptischen Eingriffsraum, ein Pflegebüro, Arztzimmer, einen Aufenthaltsbereich für das Personal und Sanitäranlagen. Neu wird auch die organisatorisch angeschlossene, Beobachtungsstation sein, die insgesamt sechs Betten umfasst und der 24 Std.-Überwachung von Notfallpatienten dient. Die personelle Besetzung bleibt dagegen wie gehabt. Neben dem pflegerischen Stammpersonal sind mit Dr. Bernhard Saxler und Dr. Florian Brenig weiterhin zwei Oberärzte aus den Fachbereichen Innere Medizin und Unfallchirurgie unter der Leitung von Dr. Marcus Münch für die Notfallversorgung zuständig.
 

Ansprechpartner

Ärztlicher Leiter 
Dr. med. Marcus Münch
Telefon: 0 24 43 / 17-7771
E-Mail an Dr. Marcus Münch