• Gefäßzentrum Mechernich

Seit 2010 bildet die Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie des Krankenhauses Mechernich in Kooperation mit der Praxis für Innere Medizin Euskirchen (Kardiologie – Angiologie – Endoskopie) und dem Röntgeninstitut Mechernich das Gefäßzentrum Mechernich.

Im Gefäßzentrum arbeiten Angiologen, interventionelle Radiologen und Gefäßchirurgen eng zusammen. In der wöchentlichen Gefäßkonferenz werden die Befunde der Patienten besprochen und der individuelle Therapieplan festgelegt, der gemeinsam in Abstimmung mit dem jeweiligen Patienten umgesetzt wird.

Zu den Hauptarbeitsgebieten im Gefäßzentrum zählen die konservative wie operative Therapie von diabetesbedingten Gefäßerkrankungen und arteriellen Durchblutungsstörungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Gefäßaufdehnung und Implantation von Stents.

Im November 2015 wurde das Gefäßzentrum Mechernich von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) ausgezeichnet und im Juli 2019 rezertifiziert.  

Diagnostik und Therapie im Gefäßzentrum Mechernich

Im Rahmen der Diagnostik setzen wir moderne Untersuchungsmethoden und -geräte ein. Dazu zählen z. B. bildgebende Verfahren wie:

  • Sonografie (einschl. Dopplersonografie)
  • Digitale Substraktionsangiografie (DSA)
  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie
  • Angiologie-Labor
  • Laufbanduntersuchung


Eine operative Behandlung wählen wir erst dann, wenn vorher die Möglichkeiten einer medikamentösen Therapie und die Möglichkeiten der interventionellen Behandlung (gezielte Eingriffe am erkrankten Gewebe) ausgeschöpft sind. Zu unseren Behandlungsschwerpunkten zählen die konservative wie operative Therapie von diabetesbedingten Gefäßerkrankungen („Diabetischer Fuß") und arteriellen Durchblutungsstörungen („Raucherbein").
 

Gefäßaufdehnung und Implantation von Stents

Häufig kann eine Operation schon durch eine minimalinvasive Maßnahme mit Aufdehnung des Gefäßes oder durch die Implantation von Stents (Gefäßstützen) in Lokalanästhesie verhindert werden. Die Aufdehnung des betroffenen Gefäßabschnitts und anschließende Einsetzung von Stents erfolgt durch Dr. med. Patrik Behrendt und kann in folgenden Gefäß-Bereichen durchgeführt werden:

  • Schlüsselbeinschlagader
  • Armschlagader
  • Beckenschlagader
  • Nierenarterie
  • Oberschenkel- und Unterschenkelschlagader

Diabetisches Fußsyndrom (DFS)

Die Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms zählt zu den Schwerpunkten im Gefäßzentrum Mechernich. Eine stetig wachsende Zahl von Menschen sind vom Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) betroffen. Wenigstens 15% der Menschen mit Diabetes mellitus erleiden ein diabetisches Fußsyndrom.

Das diabetische Fußsyndrom ist eine Folge von Komplikationen des Diabetes mellitus. Dabei spielt die Schädigung von Nerven, die sogenannte Polyneuropathie, insbesondere an den Füßen eine entscheidende Rolle. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Durchblutungsstörung, die nicht nur die Beine sondern besonders auch die Nieren, die Augen und das Herz betreffen kann. Kommt es über einen längeren Zeitraum zu einer Fehlbelastung im Bereich der Füße, z.B. durch zu enges Schuhwerk, entstehen offene Stellen unterschiedlicher Ausdehnung. Es können oberflächliche Blasen entstehen bis hin zu tiefen Wunden mit Zerstörung von Weichgewebe, Muskulatur und Knochen. Desto ausgeprägter die Gewebezerstörung ist, umso größer ist die Gefahr einer Amputation. Dieses Amputationsrisiko sollte durch Ausschöpfung aller Behandlungsmaßnahmen so gering wie möglich gehalten werden.

 

Behandlungskonzepte

Das Behandlungskonzept des Patienten mit diabetischem Fußsyndrom ist von der Ausprägung der Erkrankung abhängig. Wir bieten die ambulante und stationäre Betreuung von Patienten mit diesem Krankheitsbild an. Dazu können Sie einen Termin in unserer Sprechstunde vereinbaren oder je nach Dringlichkeit jederzeit in unserer Gefäßchirurgischen Ambulanz vorstellig werden.

Überblick über unsere Behandlungsmöglichkeiten:

  • Schuhberatung bei Auftreten von oberflächlichen Hautveränderungen
  • Behandlung von Hautveränderungen (Ulcera) durch Polsterung (Weichpolster; Distanzpolster) um diese zur Abheilung zu bringen
  • regelmäßige Behandlung (Säuberung) von Wunden; ambulant und stationär
  • bei Infektionen von Wunden Antibiotika Therapie; ambulant und stationär
  • Behandlung einer Durchblutungstörung durch Katheterverfahren der Schlagadern (Ballonaufdehnung und Stenteinlage)
  • Behandlung von Durchblutungsstörungen durch das gesamte Spektrum der operativen Verfahren (Bypasschirurgie)  

 

Als Mitglied des Netzwerks Diabetischer Fuß Köln und Umgebung sind wir im ständigen Dialog mit anderen Spezialisten die das Diabetische Fußsyndrom behandeln. Dadurch stehen uns immer die aktuellen Behandlungskonzepte zur Verfügung.

Schaufensterkrankheit

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit („Schaufensterkrankheit” oder „Raucherbein”) ist ein weiterer Behandlungsschwerpunkt des Gefäßzentrums Mechernich. Betroffene leiden beim Gehen vermehrt unter starken Schmerzen in der Wade und müssen häufig Steh- oder Sitzpausen einlegen.
 

Behandlungsmethoden

Nach einer ausführlichen Anamnese und den folgenden visuellen und apparativen Untersuchungen (z. B. Blutdruckmessung, Doppler-Kurvenanalyse, Angiografie) wird ein individueller Behandlungsplan für jeden Patienten erstellt. Je nach Schweregrad der Erkrankung beginnen wir die Behandlung mittels konservativer Therapiemethoden wie Bewegungstraining und medikamentöser Behandlung. Zeigen diese keinen Erfolg, greifen wir auf die operative Methode der minimalinvasiven Gefäßaufdehnung und Einsetzung von Stents zurück. In schweren Fällen setzen wir auf chirurgische Eingriffe wie Ausschälplastik und Bypass-Legung. Eine frühzeitige Behandlung dient nicht nur der Verbesserung der Gehstrecke, sondern oftmals auch der Vorbeugung einer Amputation.

Kooperationspartner im Gefäßzentrum Mechernich

Krankenhaus Mechernich
Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie
Chefarzt
Dr. med. Karl Söhngen
Sekretariat
Telefon: 0 24 43 / 17-14 51
Krankenhaus Mechernich
Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie
Leitender Abteilungsarzt
Dr. med. Alexander Klug
Sekretariat
Telefon: 0 24 43 / 17-14 51
Röntgeninstitut Mechernich
Praxis für Radiologie, Nuklearmedizin
und Innere Medizin
Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin
Dr. med. Manfred Szangolies
Telefon: 0 24 43 / 315 30
Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin,
Zweigpraxis Angiologie in Mechernich
Facharzt für Innere Medizin,
Kardiologie und Angiologie
Dr. med. Patrik Behrendt
Telefon: 0 22 51 / 92 13 50
     
     

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