

Gefäßzentrum Mechernich
Zu den Hauptarbeitsgebieten im Gefäßzentrum zählen die konservative wie operative Therapie von diabetesbedingten Gefäßerkrankungen und arteriellen Durchblutungsstörungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Gefäßaufdehnung und Implantation von Stents.
Im November 2015 wurde das Gefäßzentrum Mechernich von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) ausgezeichnet und im November 2022 zum zweiten Mal rezertifiziert.

Kooperationspartner
Zu unseren Kooperationspartnern gehören:
Röntgeninstitut Mechernich – Interventionelle Radiologie und moderne Gefäßdiagnostik (Chefarzt Dr. med. Manfred Szangolies)
Klinik für Angiologie der Universitätsklinik Bonn – Spezialisierte angiologische Mitbehandlung komplexer Gefäßerkrankungen (Direktor: PD Dr. med. Nagiib Schahab)
Klinik für Neurologie und Stroke Unit des Marien-Hospitals Euskirchen – Diagnostik und Behandlung neurologischer Gefäßerkrankungen sowie Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Karotisstenosen
Praxis für Innere Medizin Euskirchen – Angiologische Mitbehandlung, kardiologische Diagnostik und Weiterbehandlung sowie enge Zusammenarbeit im Bereich der Herzkatheterdiagnostik
Eifeldialyse mit Standorten in Mechernich, Euskirchen und Schleiden – nephrologische Betreuung und Dialysezugangsmanagemen (Dr. med. Thomas Ackermann et al.)
Diabetologische Schwerpunktpraxis Dr. med. Martina Lange Rheinbach – Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus und diabetischem Fußsyndrom
Klinik für Schmerztherapie– moderne schmerzmedizinische Behandlung, unter anderem bei Ischämieschmerzen sowie im Rahmen regionalanästhesiologischer Verfahren
Sanitätshaus Rahm – orthopädietechnische Versorgung und individuelle Hilfsmittelversorgung
Im Gefäßzentrum arbeiten Gefäßchirurgen, interventionelle Radiologen, Angiologen, Kardiologen, Diabetologen, Nephrologen, Neurologen sowie weitere spezialisierte Berufsgruppen eng zusammen. Komplexe Krankheitsbilder werden in wöchentlichen interdisziplinären Gefäßkonferenzen gemeinsam besprochen. Für jede Patientin und jeden Patienten wird ein individuelles, leitliniengerechtes Behandlungskonzept entwickelt und in enger Abstimmung mit den Betroffenen umgesetzt.
Leistungsspektrum
Unser Leistungsspektrum umfasst die gesamte konservative, interventionelle und operative Behandlung von Gefäßerkrankungen, unter anderem:
Operationen an der Halsschlagader (Karotischirurgie)
Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)
Offene und endovaskuläre Therapie von Aneurysmen (z. B. der Bauch- und Kniekehlenarterie)
Shuntchirurgie und Dialysezugangsmanagement
Kathetergestützte Gefäßinterventionen (Ballondilatation und Stentimplantation)
Behandlung von Krampfadern (Varizenchirurgie)
Moderne Wundbehandlung und Versorgung des diabetischen Fußsyndroms
Hybridverfahren aus offener Gefäßchirurgie und endovaskulären Techniken
Die Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für den Facharzt für Gefäßchirurgie und engagiert sich als anerkannte Weiterbildungsstätte in der Ausbildung des gefäßchirurgischen Nachwuchses. Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung unseres Teams sowie die enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern sichern eine Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und höchsten Qualitätsstandards.
Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit Gefäßerkrankungen eine individuelle, leitliniengerechte und wohnortnahe Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau anzubieten – von der ersten Diagnosestellung über die Behandlung bis hin zur langfristigen Nachsorge.

Schaufensterkrankheit
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit („Schaufensterkrankheit”) ist ein weiterer Behandlungsschwerpunkt des Gefäßzentrums Mechernich. Betroffene leiden beim Gehen vermehrt unter starken Schmerzen in der Wade und müssen häufig Steh- oder Sitzpausen einlegen.
Behandlungsmethoden
Nach einer ausführlichen Anamnese und den folgenden visuellen und apparativen Untersuchungen (z. B. Blutdruckmessung, Doppler-Kurvenanalyse, Angiografie) wird ein individueller Behandlungsplan für jeden Patienten erstellt. Je nach Schweregrad der Erkrankung beginnen wir die Behandlung mittels konservativer Therapiemethoden wie Bewegungstraining und medikamentöser Behandlung. Zeigen diese keinen Erfolg, greifen wir auf die operative Methode der minimalinvasiven Gefäßaufdehnung und Einsetzung von Stents zurück. In schweren Fällen setzen wir auf chirurgische Eingriffe wie Ausschälplastik und Bypass-Legung. Eine frühzeitige Behandlung dient nicht nur der Verbesserung der Gehstrecke, sondern oftmals auch der Vorbeugung einer Amputation.
Diabetisches Fußsyndrom (DFS)
Die Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms zählt zu den Schwerpunkten im Gefäßzentrum Mechernich. Eine stetig wachsende Zahl von Menschen sind vom Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) betroffen. Wenigstens 15% der Menschen mit Diabetes mellitus erleiden ein diabetisches Fußsyndrom.
Das diabetische Fußsyndrom ist eine Folge von Komplikationen des Diabetes mellitus. Dabei spielt die Schädigung von Nerven, die sogenannte Polyneuropathie, insbesondere an den Füßen eine entscheidende Rolle. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Durchblutungsstörung, die nicht nur die Beine sondern besonders auch die Nieren, die Augen und das Herz betreffen kann. Kommt es über einen längeren Zeitraum zu einer Fehlbelastung im Bereich der Füße, z.B. durch zu enges Schuhwerk, entstehen offene Stellen unterschiedlicher Ausdehnung. Es können oberflächliche Blasen entstehen bis hin zu tiefen Wunden mit Zerstörung von Weichgewebe, Muskulatur und Knochen. Desto ausgeprägter die Gewebezerstörung ist, umso größer ist die Gefahr einer Amputation. Dieses Amputationsrisiko sollte durch Ausschöpfung aller Behandlungsmaßnahmen so gering wie möglich gehalten werden.
Behandlungskonzepte
Das Behandlungskonzept des Patienten mit diabetischem Fußsyndrom ist von der Ausprägung der Erkrankung abhängig. Wir bieten die ambulante und stationäre Betreuung von Patienten mit diesem Krankheitsbild an. Dazu können Sie einen Termin in unserer Sprechstunde vereinbaren oder je nach Dringlichkeit jederzeit in unserer Gefäßchirurgischen Ambulanz vorstellig werden.
Überblick über unsere Behandlungsmöglichkeiten:
- Schuhberatung bei Auftreten von oberflächlichen Hautveränderungen
- Behandlung von Hautveränderungen (Ulcera) durch Polsterung (Weichpolster; Distanzpolster) um diese zur Abheilung zu bringen
- regelmäßige Behandlung (Säuberung) von Wunden; ambulant und stationär
- bei Infektionen von Wunden Antibiotika Therapie; ambulant und stationär
- Behandlung einer Durchblutungstörung durch Katheterverfahren der Schlagadern (Ballonaufdehnung und Stenteinlage)
- Behandlung von Durchblutungsstörungen durch das gesamte Spektrum der operativen Verfahren (Bypasschirurgie)
Als Mitglied des Netzwerks Diabetischer Fuß Köln und Umgebung sind wir im ständigen Dialog mit anderen Spezialisten die das Diabetische Fußsyndrom behandeln. Dadurch stehen uns immer die aktuellen Behandlungskonzepte zur Verfügung.
Sprechstunden & Termine
Gefäßsprechstunde
| Montag | 12.00 - 13.00 Uhr |
| Dienstag | 13.00 - 15.00 Uhr |
| Mittwoch | 13.00 - 14.00 Uhr |
| Donnerstag | 13.00 - 15.00 Uhr |
In Notfällen sind wir nach telefonischer Absprache selbstverständlich auch außerhalb unserer regulären Sprechstunde für Sie da.
Terminvereinbarung unter Telefon: 0 24 43 / 17-76 64
Akutsprechstunde Sprechstunde
Für die Abklärung von Krankheitsbildern oder den Verdacht auf diese, die eine zeitnahe Vorstellung bei einem Facharzt benötigen, bieten wir von Montag bis Freitag Termine in einer Akutsprechstunde nach telefonischer Rücksprache an.
Privatsprechstunde Dr. Alexander Klug
mittwochs 14.00 - 15.00 Uhr, sowie nach Terminvereinbarung unter Telefon: 0 24 43 / 17-76 64
Sprechstunde “Diabetischer Fuß”
Chefarzt Dr. Alexander Klug, nach Terminvereinbarung unter Telefon: 0 24 43 / 17-76 64

