Große Notfallübung am Krankenhaus Mechernich: Gemeinsam für den Ernstfall trainiert
Realitätsnahe Einsatzübung mit Feuerwehr, Bundeswehr-Feuerwehr, Polizei, DRK und Krankenhauspersonal

Am Nachmittag des 11. September 2026, fand ab 16.00 Uhr am Krankenhaus Mechernich eine groß angelegte Notfallübung statt. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Mechernich und Strempt, der Bundespolizei, der Bundeswehr-Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) trainierten Mitarbeitende des Krankenhauses den koordinierten Umgang mit einem simulierten Schadensereignis auf dem Hubschrauberlandeplatz des angrenzenden Parkhauses.
Im Mittelpunkt der Übung – die alle zwei Jahre erfolgt und von Vertretern der Bezirksregierung überwacht wird – stand das Szenario eines simulierten Triebwerksbrandes nach der Landung eines Hubschraubers und der darauffolgenden Realalarmierung. Die Einsatzkräfte mussten dabei unter möglichst realistischen Bedingungen einen Brand bekämpfen, verletzte Personen retten, versorgen und diese in Sicherheit bringen. Die Bundespolizei stellte für dieses Szenario eigens einen Hubschrauber zur Verfügung.
Die Übung stellte alle Beteiligten vor eine besondere Herausforderung. Denn bei einer Beschädigung des Hubschraubers kann es zur Freisetzung von Schadstoffen kommen. Verletzte müssen dann zunächst dekontaminiert werden, bevor eine medizinische Versorgung möglich ist. Diese anspruchsvolle Aufgabe übernahm im Übungsszenario die Bundeswehr-Feuerwehr.
Zusammenspiel aller Beteiligten im Fokus
Gerade bei einem solch großen Notfall-Ereignis kommt es darauf an, dass alle Beteiligten ihre Aufgaben kennen und die einzelnen Maßnahmen nahtlos ineinandergreifen. Im Rahmen der Übung wurden daher insbesondere die vorgesehenen Alarmierungs- und Kommunikationswege sowie die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und dem Krankenhaus von Vertretern der Bezirksregierung überprüft. Ziel war es, mögliche Schnittstellen zu erkennen und die Abläufe für einen tatsächlichen Notfall zukünftig weiter zu optimieren.
Eine zentrale Rolle kam dem diensthabenden Techniker des Krankenhauses zu. Dieser setzt im Szenario den Alarm ab und leitet den ersten Löschangriff auf dem Landeplatz mit Schaum und Wasserwerfer ein, bis die weiteren Einsatzkräfte eintreffen.
„Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen beteiligten Einsatzkräften und Mitarbeitenden für ihre tatkräftige Unterstützung und ihr Engagement, insbesondere bei den ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehren aus Mechernich und Strempt. Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich“, betonte Geschäftsführer Martin Milde.
Als zentraler regionaler Notfallversorger trägt das Krankenhaus Mechernich eine besondere Verantwortung für die Vorbereitung auf außergewöhnliche Schadenslagen. Solche Übungen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, im Ernstfall schnell, sicher und gemeinsam handeln zu können.