• Prof. Dr. Robert Pflugmacher

    Chefarzt
    Klinik für Orthopädie / Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie
    Krankenhaus Mechernich

Kontakt

Krankenhaus Mechernich
Klinik für Orthopädie / Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie
St. Elisabeth-Straße 2–6
53894 Mechernich

Sekretariat: Heike Gottschalk
Telefon: 0 24 43 / 17-17 51
Telefax: 0 24 43 / 17-17 52

E-Mail an Prof. Dr. Pflugmacher

Sprechzeiten und Terminvereinbarung

Privatsprechstunde Wirbelsäule Mo. 11.00 Uhr–15.00 Uhr
Termin nach Vereinbarung Telefon: 0 24 43 / 17-17 53

Vita

04/1995–04/1997 Studium der Humanmedizin, Freie Universität Berlin
04/1997–04/2001 Studium der Humanmedizin, Humboldt Universität zu Berlin
07/2001–12/2002 Arzt im Praktikum in der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Charité, Campus Virchow Klinikum
1998–2004 Promotion/Thema: Der Effekt von Angulation und Rotation auf die zyklische Belastung von HKB Transplantaten
01/2003–05/2009 Assistenzarzt im Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und Klinik für Orthopädie und der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Charité-Universitätsmedizin Berlin
06/2009 Leiter Schwerpunkt Wirbelsäulenorthopädie Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn
07/2012 Leitender Oberarzt Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn
06/2015 Visiting Doctor Saudi German Hospital Dubai,VAE
seit 04/2021 Chefarzt der Klinik für Orthopädie / Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie, Krankenhaus Mechernich

Anerkennungen und Qualifikationen

01/2003 Approbation
05/2006 Zusatzbezeichnung „Fachkunde im Strahlenschutz“
01/2007 Facharzt für Chirurgie
08/2008 Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Gebiet Chirurgie
07/2009 Facharzt Schwerpunkt Unfallchirurgie im Gebiet der Chirurgie
05/2011 Venia Legendi
01/2015 Osteologe DVO
03/2015 Facharzt für spezielle orthopädische Chirurgie
2016 Apl Professur Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn

Mitgliedschaften

  • Mitglied der DGU (Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie)
  • Mitglied der DGOU (Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie)
  • Mitglied der NASS (North American Spine Society)
  • Mitglied der DGW (Deutsche Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie)
  • Mitglied der AO Spine

Fachbereich

  • Orthopädie / Wirbelsäule
  • Krankenhaus Mechernich / Orthopädie

Orthopädie / Wirbelsäule

Ein Schwerpunkt in unserer Klinik ist die konservative wie operative Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Dazu zählen z. B. Erkrankungen der Bandscheibe wie

  • Bandscheibenvorwölbungen (Hexenschüsse)
  • Bandscheibenvorfälle
  • Wirbelkanalverengungen

sowie weitere verschleißbedingte Erkrankungen, die mitunter zu chronischen Rückenschmerzen führen können.

Erkrankungen der Bandscheibe

Die Bandscheibe befindet sich zwischen den einzelnen Wirbelkörpern und verhindert so, dass diese aufeinander reiben. Sie besteht aus einem Faserring und einem gallertartigen Kern, der Wasser einspeichert und somit der Bandscheibe ihre Elastizität verleiht. Sinkt der Wassergehalt in der Bandscheibe dauerhaft, verschiebt sich der Gallertkern und drückt auf das hintere, extrem empfindliche Längsband. Es kommt zur Vorwölbung (Protrusion), die das Symptom des klassischen Hexenschusses auslöst. Durchbricht der Gallertkern das Längsband, spricht man vom Bandscheibenvorfall (Prolaps). Werden dadurch empfindliche Nervenstrukturen im Wirbelkanal eingeengt, entsteht der typische Ischiasschmerz, ggf. mit neurologischen Ausfällen im Bein.
 

Behandlungsmethoden konservativ

Bandscheibenbedingte Erkrankungen behandeln wir wenn möglich nichtoperativ. Das Therapiekonzept umfasst u. a.:

  • ausführliche Aufklärung des Patienten
  • Krankengymnastik
  • Physiotherapie
  • medikamentöse Behandlung
  • röntgen- oder CT-gestützte Injektionen in die Nähe des Wirbelnervs oder in die Wirbelgelenke
  • Rückenschule und Sekundärprophylaxe
     

Behandlungsmethoden operativ

Manche Bandscheibenvorfälle können bei entsprechenden Vorwölbungen mittels Sonden (Nukleoplastie) verkleinert werden. Die Wahl des geeigneten Therapiekonzeptes klären wir immer individuell je nach Krankheitsbild mit dem Patienten ab.

Eine operative Behandlung ist in jedem Fall notwendig bei Krankheitsbildern wie dem sogenannten Kauda-Syndrom, bei dem Nerven im unteren Teil des Rückenmarks stark eingeengt sind. Die Folge können starke Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, die bis ins Bein ausstrahlen, Schmerzen in der Blase, Impotenz sowie ein Verlust der Darm- und Blasenkontrolle sein. Um eine dauerhafte Schädigung der eingeklemmten Nerven zu vermeiden, ist der Eingriff unmittelbar nach der Diagnose durchzuführen.

Bei einem im Wirbelkanal frei beweglichen (sequestrierten) Bandscheibenvorfall ist ebenfalls oft eine Operation erforderlich. Mikrochirurgisch öffnen wir dann über einen kleinen Hautschnitt den Wirbelkanal und entfernen das Bandscheibengewebe.

Sechs Wochen nach einer Operation schließt sich eine ambulante Rehabilitation zur Rückenschule und Muskelkräftigung an.

Chronischer Rückenschmerz

Laut einer Rückenstudie der Sporthochschule Köln leiden 53,8 Prozent der 30- bis 50-Jährigen an Rückenschmerzen, vorwiegend im Lendenbereich.

Symptome und Diagnose

Als chronische Rückenschmerzen bezeichnet man solche, die in einen Zeitraum von länger als drei Monaten auftreten. Sie zeichnen sich durch tief sitzende Kreuzschmerzen (Lumbalgie) mit häufiger Ausstrahlung des Schmerzes in das Bein (Ischialgie) aus. Der häufigste Rückenschmerz ist episodisch und zeigt keine typischen Veränderungen im Röntgenbild. Begleiterscheinungen der Rückenschmerzen können Empfindungsstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungen sowie eine reduzierte Blasen- und Darmkontrolle sein.

Als häufigste Ursache gelten Verschleißerscheinungen an den Bewegungssegmenten der Wirbelsäule. Dazu zählt mitunter die Facettengelenksarthrose. Diese Erkrankung entsteht durch einen zunehmenden Wasserverlust der Bandscheibe mit einhergehender Höhenminderung des Zwischenwirbelraums und folgender Verschleißveränderung an der Bandscheibe. Die kleinen Wirbelgelenke werden überlastet und es entsteht eine Arthrose wie bei großen Gelenken.

Für eine umfassende Diagnostik testen wir zunächst bei einer körperlichen Untersuchung die Beweglichkeit und lokalisieren dadurch bereits die Schmerzregionen. Mittels weiterer Methoden wie Röntgen, Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT) oder Szintigrafie, die wir in Kooperation mit dem Röntgeninstitut Mechernich durchführen, können die verschiedenen Ursachen für den Rückenschmerz ermittelt werden.

Mögliche Ursachen für chronische Rückenschmerzen sind z. B.:

  • rheumatische Erkrankungen
  • dauerhafte Fehlbelastung des Rückens
  • psychische Faktoren
  • krebsbedingte oder gynäkologische Erkrankungen


Behandlungsmethoden

Chronische Rückenschmerzen behandeln wir in erster Linie konservativ. Zum ganzheitlichen Therapiekonzept zählen u. a.:

  • Wärmebehandlung
  • physikalische Therapie
  • Krankengymnastik
  • medikamentöse Behandlung
  • gezielte Infiltrationen (Injektionen im Bereich der Wirbelsäule)
  • psychotherapeutische Intervention
     

Bei Schmerzepisoden über 6 Wochen empfehlen wir die Behandlung mittels multimodaler Schmerztherapie. Ergänzend empfehlen wir ein gezieltes Rückentraining. Je nach Therapieverlauf ist auch eine stationäre Behandlung unter Einbeziehungen von wirbelsäulennahen (CT- oder röntgen-kontrollierten) Infiltrationen möglich.

Endoskopische Facettendenervation

Bei Facettengelenksarthrosen kann die Facettendenervierung (Verödung) sehr oft Linderung bringen. Während eines 30-minütigen Eingriffs unter Allgemeinnarkose wird der schmerzende Rückennerv durch Hitze endoskopisch kontrolliert verödet. Diese Operation führen wir im Rahmen einer stationären Schmerztherapie durch.

Krankenhaus Mechernich / Orthopädie

  • Orthopädie