Früherkennung im Fokus: Spezialkurs zur Säuglingshüft-Sonografie im Krankenhaus Mechernich
Mechernich – Vom 18. bis 20. März 2026 fand im Krankenhaus Mechernich die Fortbildungsveranstaltung „Sonografie der Säuglingshüfte“ des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt:innen statt.

Zu dem begehrten DEGUM Grund- und Aufbaukurs in der Technik nach Reinhard Graf waren 20 Kinderärzt:innen sowie Orthopäd:innen aus ganz Deutschland angereist.
Die wissenschaftliche Leitung übernahmen dabei Chefarzt Dr. med. Herbert Schade und die leitende Oberärztin Dr. med. Kira Jungbluth der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
Praxisnahe Ausbildung mit hohem Anspruch
Der dreitägige Kurs zeichnete sich durch eine besonders praxisnahe und didaktisch gut strukturierte Vermittlung der Inhalte aus. Neben theoretischen Grundlagen standen vor allem praktische Übungen im Fokus, bei denen die Teilnehmenden ihre Fertigkeiten in der Ultraschalldiagnostik sowie in Gipstechniken an Neugeborenen bzw. Übungspuppen vertiefen und perfektionieren konnten.
Ziel der Fortbildung war es, den Ärzt:innen mehr Sicherheit in der Diagnostik und Behandlung von Hüftfehlstellungen bei Säuglingen zu vermitteln – sowohl im klinischen Alltag als auch in der niedergelassenen Praxis.
Die fachliche Leitung des Kurses übernahmen ausgewiesene Experten, darunter Prof. Dr. Richard Placzek von der Uniklinik Bonn sowie Prof. Dr. Christian Peterlein, Chefarzt für Orthopädie und Kinderorthopädie am Klinikum Lippstadt. Unterstützt wurden sie von einem erfahrenen Instruktorenteam aus Bonn und Mechernich. Als akademisches Lehrkrankenhaus mit moderner Ausstattung bot das Krankenhaus Mechernich ideale Bedingungen für die Durchführung.
Früherkennung ist entscheidend für den Behandlungserfolg
Ein zentrales Thema der Fortbildung war die Bedeutung der frühzeitigen Hüftsonografie bei Säuglingen. In Deutschland ist diese Untersuchung fester Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung U3. Im Krankenhaus Mechernich wird der Hüftultraschall sogar bereits routinemäßig im Rahmen der U2 – also noch vor der Entlassung von Mutter und Kind – durchgeführt.
„Je früher wir ein Kind mit einer unreifen Hüfte entdecken, desto früher kann auch die Therapie beginnen“, erklärt Dr. Jungbluth. Gerade in den ersten vier Lebensmonaten seien die Behandlungschancen besonders gut, da die Hüfte in dieser Zeit noch nachreift. Unentdeckte oder nicht konsequent behandelte Fehlstellungen können hingegen Hüftprobleme verursachen und langfristig sogar schwerwiegende Folgen wie einen vorzeitigen künstlichen Gelenkersatz nach sich ziehen.
Umfassende interdisziplinäre Versorgung für die Kleinsten
Das Krankenhaus Mechernich setzt dabei auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit: Von der Geburtshilfe über die Kinderklinik bis hin zur Orthopädie arbeiten alle Fachbereiche eng zusammen. Für Eltern bedeutet dies ein enormer Vorteil in der medizinischen Versorgung ihrer Kinder, da sie nur eine Anlaufstelle haben, Neugeborene direkt nach der Entbindung rundum gut versorgt sind und im notwendigen Fall eine exzellente Nachbehandlung erhalten.
Die Veranstaltung stieß auf ausgesprochen positives Feedback. „Wir freuen uns über eine Insgesamt sehr gelungene Fortbildung“, resümierte Kursleiter Prof. Peterlein.
Teilnehmer Dr. Johannes Friese, Kinderarzt und Neuropädiater aus Meckenheim bekräftigte dies. „Der Kurs bietet eine kompakte und praxisnahe Weiterbildung mit direkten Lernerfolgen. Aus meiner Sicht eine klare Empfehlung für Kolleg:innen.“
Ein besonderer Dank galt auch den Eltern, die mit ihren Kindern die praktischen Übungen an diesen Tagen ermöglicht hatten. Mit Veranstaltungen wie dieser unterstreicht das Krankenhaus Mechernich seine Rolle als wichtiger Ausbildungsstandort und kompetenter Partner in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region.

